Mamas haben ja ein grundsätzliches Problem: Zu wenig Zeit!

 

Der Tag hat 24 Stunden, davon verlieren wir - wenn es gut läuft - etwa 7 Stunden für den Nachtschlaf. Bleiben also noch 17 Stunden. Nach dem Aufstehen eine schnelle Dusche, Frühstück für die Mannschaft machen, alle anziehen, alle Zähne putzen, Brote für die Kita, Getränke vorbereiten, Jacken anziehen, Schuhe anziehen, bis das mal alles erledigt ist, sind weitere zwei Stunden weg. Also noch 15. Dann in die Kita, Kinder abliefern und weiter zur Arbeit, mit Fahrtzeiten eingerechnet ist eine weitere Stunde vorbei. Noch 14. Auf der Arbeit verbringen wir 5 Stunden. Also noch 9. Jetzt holen wir die Kinder wieder ab, bis wir zuhause sind bleiben noch 8 Stunden. In 5 von diesen 8 Stunden wird gelacht, getobt, geweint, gerannt, gekuschelt, gestritten, geschrien, gespielt, geputzt, (auf-)geräumt, gekocht, genossen, geredet. Und wenn dann die Kinder nach einer weiteren Stunde Abendessen, Vorlesen, Schlafanzug anziehen, Zähne putzen und kuscheln schlafen, bleiben noch 2 Stunden. Wir beseitigen das Chaos, reden über den Tag, über die Jungs. Noch 1 Stunde. 1 Stunde für mich und ein gutes Buch.

 

Liebe Mamas, unsere Zeit ist zu kostbar für schlechte Bücher. Hier stelle ich euch die Guten vor.

Lesestoff

Zuletzt gelesen

Titel: Kindeswohl

Autor: Ian McEwan

Verlag: Diogenes

ISBN: 978-3-257-06916-7

www.diogenes.ch


Fiona Maye ist Richterin am Familiengericht. Sie trifft Entscheidungen, die das Leben von Familien nachhaltig verändern können, die die Zukunft eines Kindes mitbestimmen und sie ist sich dieser Verantwortung bewusst, weshalb sie jedes Urteil mit einem hohen Maß an Sorgfalt abwägt. Ihr aktueller Fall allerdings bringt sie an ihre Grenzen und auch in ihrem eigenen Leben passieren Dinge, die ihre bisherige Geradlinigkeit stark erschüttern. Weiterlesen...

Gerade dran

Titel: Patria

Autor: Fernando Aramburu

Verlag: Rowohlt

ISBN: 978-3-498-00102-5

www.rowohlt.de


Patria ist ein Buch, das eine ganz eigene Sprache hat, die liebenswert ist, warm und nah (großartige Übersetzung!)

Bittori betrauert ihren Mann Txato, der von Terroristen der ETA erschossen wurde. In dem kleinen Dorf, aus dem die Familie stammt, kennt jeder jeden und der Mord an Txato hat die Familie von dem Dorf isoliert. Jetzt kehrt Bittori zurück in ihr Dorf und mit ihrer Rückkehr sehen sich die Dorfbewohner, insbesondere die einstig beste Freundin von Bittori, Miren, mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Das stiftet Unruhe, bietet jedoch andererseits auch Anlass, die Vergangenheit aufzuarbeiten.