Titel: Arminuta

Autorin: Donatella Di Pietrantonio

Verlag: Kunstmann

ISBN: 978-3-95614-253-6

www.kunstmann.de

Ein kraftvolles Buch von 220 Seiten hat Donatella Di Pietrantonio geschrieben, wunderbar übersetzt von Maja Pflug. Arminuta, so wird es genannt, das Mädchen, das nach 13 Jahren erfährt, wer ihre wirklichen Eltern sind. 13 Jahre ist sie in behüteten und soliden wirtschaftlichen Verhältnissen aufgewachsen, im Glauben von ihrer Mutter und ihrem Vater großgezogen zu werden und plötzlich liefert sie der Mann, den sie bislang für ihren Vater gehalten hatte vor einem fremden Haus ab. Sie ist verloren, ihrer Identität beraubt, daher erfahren wir auch niemals ihren wirklichen Namen. Ihr Verletzlichkeit, ihr Verlust, ihre Ohnmacht sind intensiv, erschütternd und so eindringlich erzählt, dass man mit ihr leidet, mit ihr die quälenden Nächte durchsteht, in denen sie sich fragt, warum sie weggegeben - oder zurückgegeben - wurde. Nächte, in denen sie feststellen muss, dass das Wort "Mama" jegliche Bedeutung für sie verloren hat. Arminuta ist dabei kein Opfer. Sie ist stark, sie lernt den Widerstand, sie lernt den Trotz, sie hatte ihn schon immer in sich und mit der Hilfe ihrer kleinen Schwester, die ihr den notwendigen Halt gibt, kämpft sie sich durch diese schwere Zeit der Orientierungslosigkeit und steht am Ende als selbsbewusste junge Frau da, die ihr Leben ehrgeizig meistert und dabei nicht vergisst, wer ihr die Hand gereicht hat.